Heubach hat das Amt abgegeben, das er mit sehr viel Engagement und Herzblut ausgeführt hat. Als Nachfolger kümmert sich Lutz Selle um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit rund um den DRK-Kreisverband. Wolfgang Heubach hingegen ist in den verdienten Ruhestand gegangen. Wobei das eigentlich schon vor seinem Dienstantritt beim DRK der Fall war. Denn beruflich war der Gärtringer vor seinem Engagement beim Roten Kreuz jahrzehntelang als Redakteur bei der Kreiszeitung Böblinger Bote tätig.
Sowohl privat als auch im Rahmen seiner Tätigkeit als Journalist hatte er allerdings bereits viele Kontakte zum DRK und den dort ehrenamtlich und hauptamtlich handelnden Personen. So kam es auch dazu, dass ihn der langjährige Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Böblingen, Dr. Reiner Heeb, im Jahr 2004 darum bat, das Amt des Pressesprechers beim DRK zu übernehmen. „Ich wollte eigentlich gar kein Pressesprecher werden“, gibt Wolfgang Heubach heute zu. „Ich habe immer lieber im Stillen gearbeitet, ohne meine Person in den Vordergrund zu stellen.“ Er erledigte die Aufgaben dann aber trotzdem zwei Jahrzehnte lang, ohne das jemals bereut zu haben. Rückblickend sagt er: „Die Aufgabe beim DRK hat mich immer begeistert. Es war eine erfüllende Tätigkeit. Ich bin mit meinem ganzen Leben zufrieden. Ich habe wirklich eine gute Zeit gehabt.“
Das DRK habe ihn das ganze Leben lang begleitet, sagt er, „ohne dass ich jemals in der Bereitschaft aktiv war". Als Journalist habe er viel Kontakt zu Reiner Heeb gehabt, der nicht nur von 1973 bis 2000 Landrat war, sondern auch von 1978 bis 2006 Vorsitzender des DRK-Kreisverbands Böblingen. „Auch im Zuge der jährlichen Weihnachtsaktion der Kreiszeitung war das DRK mit verschiedenen Themen häufiger in der Redaktion zu Gast“, erinnert er sich. „Beruflich wie privat gehörte das Rote Kreuz bei mir immer dazu." Zumal er durch seine Arbeit als Journalist schon über einige Kontakte verfügte und das DRK für ihn „nichts Fremdes“ gewesen sei, habe er schließlich zugesagt, die Pressearbeit für den Kreisverband zu übernehmen. „Dass ich mich schon immer für viele Dinge interessiert habe, hat mir dabei sehr geholfen."
Sehr gerne erinnert sich Heubach an die Jubiläumsfeier zum 150-jährigen Bestehen des DRK-Kreisverbands im Jahr 2016 zurück. „Da hat Präsident Michael Steindorfner eine Rede gehalten, bei der er nichts ausgespart hat. Das hat mich tief beeindruckt.“ An der Tätigkeit als DRK-Pressesprecher hätte er aber ohne eine bestimmte Arbeitsgrundlage nicht so viel Spaß gehabt, verrät er: „Im Präsidium, in den Ortsvereinen und in den Bereitschaften habe ich mit den Haupt- und Ehrenamtlichen gute Kollegen gefunden, die mich mit allem versorgt haben, was ich wissen musste. Dadurch hatte ich optimale Bedingungen.“
DRK-Präsident Michael Steindorfner und Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hesl sind ihm für seine langjährige Tätigkeit für den Kreisverband Böblingen sehr dankbar und hoffen, dass er das Rote Kreuz auch weiterhin unterstützen wird. „Was Wolfgang Heubach für das Rote Kreuz und damit auch für das Wohlergehen unserer Mitmenschen geleistet hat, lässt sich nicht hinreichend würdigen. Es bedürfte schon einer Festschrift, um alle Verdienste aufzählen zu können“, sagt Michael Steindorfner. „Es sind nicht nur das journalistische Können, das grandiose Netzwerk und das enorme Wissen, mit dem er uns alle über die vielen Jahre beeindruckt hat. Auch als Mensch habe ich ihn von Beginn unserer gemeinsamen Tätigkeit an geschätzt. Es ist ihm immer gelungen, mit dem Mittel des geschriebenen Worts für unsere Werte zu begeistern und Zeichen zu setzen.“
Wolfgang Heubach versichert, dass er dem DRK auf jeden Fall verbunden bleiben wird, „das ist selbstverständlich nach diesen erfüllten und schönen Jahren“.
-Lutz Selle-