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DRK-Helfer sind bei Heizungsausfall im Haus am Ziegelhof in Holzgerlingen zur Stelle

Große Aufregung am 17. Februar in Holzgerlingen: Im gesamten Ort ist ab 8.10 Uhr der Strom ausgefallen. Auch nachdem nach 30 Minuten der Strom wieder da war, blieben im DRK-Altenpflegeheim (APH) Haus am Ziegelhof alle Heizungen kalt. „Durch das Wiederhochfahren ist ein Magnetventil der Heizungsanlage kaputt gegangen“, erklärt Dieter Berner, Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins Holzgerlingen/Altdorf. Noch am Abend hatte DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Hesl vor Ort eine Lagebesprechung in Holzgerlingen arrangiert, an der neben dem DRK-Personal auch Feuerwehr-Angehörige teilnahmen. Dabei wurden mehrere möglichen Szenarien durchgesprochen.

Als Kreisgeschäftsführer Hesl am Dienstagmorgen kurz vor 8 Uhr im Haus am Ziegelhof nur noch 18 Grad Celsius auf dem Thermometer abgelesen hatte, wurden gleich fünf DRK-Ortsvereine zur Hilfe alarmiert. Klaus-Dieter Grossnick, der in der DRK-Kreisgeschäftsstelle als Bereichsleiter Rotkreuzdienste tätig ist, übernahm die Leitung des Einsatzes. Acht ehrenamtliche Vertreter der Ortsvereine Holzgerlingen/Altdorf, Weissach-Flacht, Herrenberg, Leonberg und Böblingen brachten insgesamt fünf externe Heizungsaggregate mit, die zur Ausstattung der Gerätewagen Sanität gehören, die zum Bevölkerungsschutz und Katastrophenschutz im Landkreis Böblingen vorgehalten werden. „Die erste Heizung ist bereits um 9.53 Uhr in Betrieb gegangen“, sagt Dieter Berner. Um 10.20 Uhr seien bereits alle fünf Heizungen gelaufen, wobei die DRK-Helfer die Diesel-Aggregate auf Balkons und für das Erdgeschoss auf der Terrasse aufbauten. Mit Warmgebläse-Schläuchen wurden alle Aufenthaltsräume des dreistöckigen Gebäudes schnell wieder aufgeheizt. „Jetzt ist die Temperatur wieder richtig gut“, schwärmt eine Bewohnerin.

Am Vormittag hat sich auch Holzgerlingens Bürgermeister Ioannis Delakos eine Stunde lang ein Bild vor Ort gemacht und seine Hilfe angeboten.

Noch am Vormittag kam auch das neue Magnetventil per Express-Sendung an und war schnell eingebaut. Den Heizungsmonteuren gelang es aber zunächst nicht, die Heizungsanlage auch wieder unter Strom zu setzen. Somit mussten die fünf externen Heizungsaggregate noch ein paar Stunden laufen. Um 14 Uhr war die Heizungsanlage des Hauses wieder in Betrieb, sodass die DRK-Helfer die externen Zeltheizungen ab 15.15 Uhr wieder abbauen konnten. Gegen 18.30 Uhr war der Einsatz auch für die letzten Helfenden beendet.

Trotz der dauerhaften Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt mussten die Bewohnerinnen und Bewohner dank des Einsatzes der DRK-Ehrenamtlichen somit zu keinem Zeitpunkt frieren.

-Lutz Selle-